| ...der Sinn des Farbentragens? |
Das gemeinsame Tragen von Mützen und Band in einer Verbindung soll vor allem die Gemeinschaft und Geschlossenheit der Mitglieder darstellen. Das Band ist ein Zeichen des Verbundenseins zwischen Bundesbrüdern und Ausdruck des Lebensbundprinzipes.
Der Ausdruck “Farbe bekennen” ist allgemein bekannt. Hier wird gefordert, dass das Mitglied einer Gemeinschaft seinen Standpunkt offen zum Ausdruck bringt.
Trägt ein Bundesbruder Couleur, bekennt er Farbe.
Farbentragen heißt somit global zusammengefasst:
In der Öffentlichkeit bekennen, Student zu sein, einer Verbindung anzugehören und für deren Grundsätze im Leben und in der Öffentlichkeit einzustehen
|
...die Aktivitas?
...das Band?
...ein Bundesbruder?
...eine Burschenschaft?
...die Burschung?
...der CCB?
...die Chargia?
...der Convent?
...die Couleur?
...ein Farbenbruder?
...ein Fux?
...der Fuxmajor?
...die Gründungsfeier
...ein Käuzlein?
...eine Kneipe?
...eine Kreuzkneipe?
...der Landesvater?
...eine Leibfamilie?
...eine Mütze?
...eine Pekesche?
...die Philistration?
...der Schwarzburgbund?
...die Sprecherei?
...der Thomastag?
...ein Tönnchen?
...ein Wichs bzw. Vollwichs?
...der X?
...der XX?
...der XXX?
...der Zipfel(bund)?
...ein Zirkel?
...die Bedeutung unseres Wappens? |
| Aktivitas |
|
Die Aktivitas ist die Bezeichnung für die aktiven Verbindungsmitglieder. Dies sind in der Regel jene Bundesbrüder, die ihrem Studium nachgehen. Der Aktivitas steht die Chargia vor. Die Zeit in der Aktivitas endet mit der Philistration.
|
|
|
|
Bundesbruder
|
nach oben
|
Als Bundesbruder bezeichnen wir insbesondere ein Mitglied unserer Burschenschaft Teutonia, aber auch Mitglieder einer Verbindung des Schwarzburgbundes. Alle Bundesbrüder duzen sich untereinander (Bundesbrüderliches Du).
|
|
|
|
Burschenschaft
|
nach oben
|
|
|
|
|
|
Burschung
|
nach oben
|
|
|
|
|
|
CCB
|
nach oben
|
|
|
|
|
|
Chargia
|
nach oben
|
Die Sprecherei besteht aus dem X (Erster Sprecher), XX (Zweiter Sprecher), XXX (Dritter Sprecher) und dem Fuxmajor (FM). Die aktuelle Chargia ist in der Rubrik "Über uns" nachzulesen.
|
Dem X (Ersten Sprecher) obliegt die Gesamtleitung des aktiven Verbindungslebens. Er trägt dafür dem Convent gegenüber die Verantwortung. Der X führt die Verbindungschronik weiter, hält die Kontakte mit den SB-Verbindungen aufrecht und ist für eine gute Zusammenarbeit mit den anderen Nürnberger Verbindungen bemüht.
|
Der XX ist der Zweite Sprecher und vertritt den Ersten Sprecher. Er erledigt den Schriftverkehr der Verbindung im Einverständnis mit dem Ersten Sprecher und führt bei Conventen Protokoll.
|
Der XXX vertritt den Zweiten Sprecher, ist Kassenwart und als solcher für die finanzielle Lage der aktiven Verbindung (Aktivitas) verantwortlich.
|
Der Fuxmajor (FM) gehört der Sprecherei der Aktivitas an. Ihm obliegt die Einführung der Füxe in das Verbindungsleben, deren Interessen er auf dem Convent zu vertreten hat. Zu seinen Aufgaben gehört ferner die Öffentlichkeitsarbeit an der Universität. Er ist Vetreter des Dritten Sprechers.
|
|
|
|
Convent
|
nach oben
|
Er ist das höchste Entscheidungsorgan der Aktivitas, an dem sämtliche Mitglieder der Burschenschaft teilnehmen können. Den Vorsitz hat der X.
|
|
|
|
Couleur
|
nach oben
|
Die Couleur besteht aus verschiedenen Bestandteilen und setzt sich bei der Burschenschaft Teutonia Nürnberg wie folgt zusammen (in Auszügen):
|
|
|
|
|
|
|
|
|
nach oben
|
Mütze:
Die Mütze ist eine violette Samtmütze ohne Paspellierung mit kleinem Schirm und rotem Band, in das goldfarbenes Eichenlaub eingestickt ist.
Sie wird bei allen Veranstaltungen auf dem Kopf getragen.
Der Fux erhält seine Mütze zu Beginn des zweiten Semsters nach Aktivwerdung und behält sie sein ganzes Leben.
|
Tönnchen:
Das Tönnchen hat ein Oberteil aus violettem Samt, in das der goldfarbene Zirkel eingestickt ist. Der Rand ist aus Tuch und dreifarbig (rot-gold-rot).
Das Tönchen wird so auf dem Hinterkopf getragen, dass der Zirkel von hinten richtig zu sehen ist. Das Tragen ist nur Philistern, (Ex-)Chargen und Inaktiven gestattet. Jedoch nur dann, wenn es sich nicht um den hochoffiziellen Teil einer eigenen Veranstaltung handelt oder Smoking bzw. Frack getragen wird.
|
|
|
nach oben
|
|
|
|
|
nach oben
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Farbenbruder
|
Farbenbruder ist die Bezeichnung für ein Mitglied jeder anderen Verbindung die nicht in der Burschenschaft Teutonia bzw. im Schwarzburgbund ist. In der Regel werden Farbenbrüder gesiezt.
|
|
|
|
Fux
|
nach oben
|
Fuxen sind die neuesten Mitglieder unserer Gemeinschaft. Entscheidet sich ein Student “aktiv zu werden”, erhält er das Fuxenband und ist ab diesem Zeitpunkt zwei Semester lang Fux. In dieser Zeit wird der Fux insbesondere vom Fuxmajor in die Teutonia, ihre Bräuche, Geschichte und alles was mit dem Verbindungsleben zusammenhängt eingeführt. Während dieser Zeit soll dem Fuxen aber auch den Bundesbrüdern die Zeit gegeben werden sich kennen zu lernen und zu entscheiden, ob der Fux in die Gemeinschaft der Burschenschaft Teutonia passt bzw. ob dem Fuxen der Lebensbund mit den Teutonen zusagt.
Mit Beginn des zweiten Mitglied-Semesters erhält der Fux seine Teutonenmütze, die er sein Leben lang behält. In diesem Semester hält der Fux auch ein Fuxenreferat über ein selbstgewähltes Thema und kann damit seine Rhetorik bzw. Präsentationsfähigkeit schulen. Am Ende der Fuxenzeit steht die Fuxenprüfung, in der der Fux zeigen soll, dass er genügend Wissen über die Burschenschaft Teutonia und das Korporationswesen hat um damit die Burschenschaft auch selbstständig nach außen hin repräsentieren zu können. Der Burschen-Convent entscheidet dann über die Burschung des Fuxen.
|
|
|
|
Gründungsfeier
|
nach oben
|
Sie findet anlässlich des Gründungstages der Burschenschaft Teutonia Nürnberg, dem 1. November 1920, statt.
|
|
|
|
Kneipe
|
nach oben
|
Eine Kneipe wird zu einem besonderen, feierlichen Anlass im Verbindungsleben begangen. Hochoffizielle Kneipen sind generell die Semesterantritts- und Semesterabschlusskneipen.
Hochoffizielle Kneipen teilen sich in einen hochoffiziellen, offiziellen und inoffiziellen Teil.
|
|
|
|
Kreuzkneipe
|
nach oben
|
Eine Kreuzkneipe findet zwischen zwei oder mehr befreundeten Verbindungen statt. Dabei haben alle Verbindungen ein Präsid zu stellen, das die Kneipe wechselweise mit den anderen Präsides leitet.
|
|
|
|
Landesvater
|
nach oben
|
Der Landesvater war und ist eine studentische Feier zum Beschluss einer Duz-Brüderschaft und zur Bekräftigung der Bundesbrüderlichkeit. Es ist in der studentischen Tradition die feierlichste Beschwörung der Freundschaft in der Verbindung. Dieser Brauch stammt aus dem 17. Jahrhundert. Das Durchbohren der Hüte mit dem Schläger bedeutet dabei, dass Freundschaft wichtiger war und ist als Dinge, auf die man sonst Wert legt(e).
Daneben gab es noch die sogenannten “Vivats”, die zu Ehren irgendeines Gefeierten ausgebracht wurden. Das damals gesungene Lied hieß einfach “Landesvater”, das auch im wesentlichen heute noch gesungen wird. Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Brüderschaftsfeier mit den Vivats, die nur noch Landesvater hießen, vereinigt. Erst im 19. Jahrhundert kam bei der Feier die Verherrlichung des Schlägers durch die Corps hinzu, die aber von den Burschenschaften nicht mitgemacht wurde. Der Berliner Wingolf übernahm 1847 den Landesvater in der ursprünglichen Form als Beschwörung des Bundesbrüderlichkeit und der Vaterlandsliebe. Im gleichen Sinne feiern auch die meisten Schwarzburgbund-Verbindungen den Landesvater. Unsere Teutonia feiert den Landesvater im fünfjährigen Turnus, den Nächsten zum Stiftungsfest 2010.
|
|
|
|
Leibfamilie
|
nach oben
|
Die Leibfamilie ist ein besonders enges Freundschaftsverhältnis zwischen Mitgliedern der Verbindung. Sie soll die einzelnen Bundesbrüder näher zusammenführen und dadurch den Zusammenhalt der Verbindung stärken.
Eine Leibfamilie besteht aus Leibburschen und Leibfuxen. Jeder, der in eine Leibfamilie aufgenommen wird, ist der Leibfux dessen, dem er sich anschließt.
Dieser ist sein Leibbursche. Als Ausdruck besonderer Verbundenheit überreicht der Leibbursche dem Leibfuxen einen Bierzipfel, der Leibfux dem Leibburschen einen Weinzipfel.
|
|
|
|
Philister
|
nach oben
|
Durch Philistration wird das aktive Mitglied Philister. Ein Philister oder auch “Alter Herr” ist inaktives Mitglied der Burschenschaft Teutonia und gehört dem Philisterverein an. Die Philister sind im Sinne der bundesbrüderlichen Freundschaft für die Aktivitas jederzeitige Ansprechpartner in allen Lebenslagen. Sie gewährleisten mit ihren finanziellen Beiträgen, dass die Aktivitas frei von finanziellen Sorgen ihr studentisches Farbenleben gestalten kann. Dazu zählt insbesondere das Teutonenhaus als Mittelpunkt unserer Verbindung. Der Philister gibt als “Inaktiver” somit den “Aktiven” das zurück, was die Teutonia in seiner aktiven Zeit für ihn bedeutete.
|
|
|
|
Philistration
|
nach oben
|
Mit der Philistration endet die Mitgliedschaft in der aktiven Verbindung (Aktivitas). Sie wird in der Regel mit einigen Formalitäten erfolgen, wenn ein ordnungsgemäßer Hochschulabschluss des Bundesbruders vorliegt.
Nach positivem Beschluss des Ehrenrates, wird der Bursche in den Philisterverein aufgenommen, wird somit Philister.
|
|
|
|
Schwarzburgbund
|
nach oben
|
|
|
|
|
|
Sprecherei
|
nach oben
|
|
|
|
|
|
Thomastag
|
nach oben
|
Der Thomastag ist eine im deutschsprachigen Raum einmalige Erscheinung. Nirgends sonst kommen so viele Farbenstudenten aus so vielen unterschiedlichen Verbindungen in unserer schönen Stadt Nürnberg zusammen um ein Wiedersehen zu feiern, um alte Freundschaften zu erneuern und um die Idee des Farbenstudententums zu demonstrieren und sich dazu zu bekennen: Das Anstreben frei gewählter Ideale in lebenslanger Freundschaft.
Ausführliches unter der Rubrik: Geschichte - Thomastag
|
|
|
|
Wappen
|
nach oben
|
Das Wappen der Burschenschaft Teutonia Nürnberg besteht unterhalb des Adlers (der ein Schwert im Schnabel hält) und des Ritterhelmes aus:
- dem Wappen der Stadt Nürnberg (rechts oben)
- den bayerischen weiß-blauen Rauten (Mitte)
- unseren Farben: Rot-Gold-Rot (unten)
- sowie dem violetten Feld links oben mit Lilie
und Unendlichkeitssymbol.
Die violette Farbe stammt von dem ersten Schläger, der bei der Gründung der Teutonia von einem Bundesbruder mitgebracht wurde. Diese Farbe lebt mit unseren Mützen weiter. Die weiße, im violetten Feld enthaltene, Lilie symbolisiert Freundschaft. Das blaue Unendlichkeitszeichen die ewige Verbundenheit der Bundesbrüder untereinander.
|
|
|
|
Wichs bzw. Vollwichs
|
nach oben
|
Der Vollwichs wird von den Chargen bzw. der Chargia getragen und hat folgende Bestandteile:
Paradecerevis:
Das Paradecerevis hat ein Oberteil aus violettem Samt, in das der goldfarbene Zirkel und rundum (am Rand) ein Kranz aus goldfarbenem Eichenlaub eingestickt sind. Der Rand besteht aus rotem Samt, in den ebenfalls rundum goldfarbenes Eichenlaub eingestick ist. Von innen ist das Paradecerevis vollständig mit Leder augekleidet.
Das Paradecerevis wird so getragen, dass es leicht in die Stirn gerückt den Zirkel vorne vollständig zeigt.
Pekesche:
Die Pekesche ist eine schwarze Samtjacke mit rot-goldenem Kordelbesatz und Stehkragen. Unter der Pekesche wird ein weißes Oberhemd getragen.
Schärpe:
Die Schärpe ist aus rot-goldenem Tuch. Sie wird über der Pekesche getragen.
Burschenband:
Das Burschenband wird über der Schärpe getragen.
Zipfelbund:
Der Zipfelbund wird an der linken Schulterklappe der Pekesche getragen.
Weiße Hose
Schwarze Beinstulpen
Schwarze Schuhe mit schwarzen Strümpfen
Weiße Lederhandschuhe mit integrierten weißen Stulpen
Gehänge für Schläger oder Fahne
Schläger
|
|
nach oben
|
|
Zirkel
|
Der Zirkel ist eines der Erkennungszeichen einer Studentenverbindung. Der Begriff "Zirkel" leitet sich vom lateinischen Wort circulus (Kreis) ab. Er ist eine monogrammartige Verschlingung von Buchstaben und enthält in der Regel die Anfangsbuchstaben.
Unser Zirkel besteht aus einem T für Teutonia und der Abkürzung vcf für "vivat, crescat, floreat". Das Ausrufezeichen bezeichnet eine aktive Verbindung, also eine Verbindung mit Aktivitas. Verbindungen die vertagt sind, also nur noch aus Philister bestehen, sollten das Ausrufezeichen i.d.R. nicht mehr führen.
Der Zirkel wird von den Bundesbrüdern hinter die Unterschrift gesetzt. Bei vielen Verbindungen, so auch bei uns, können die Bundesbrüder das Kurzzeichen der ausgeübten Funktion hinter den Zirkel schreiben. Also zum Beispiel ein X oder XX. Nach erfolgreicher Amtsführung kann dieses Kurzzeichen geklammert, das heißt für den Rest des Lebens in Klammern hinter Namen und Zirkel geführt werden. Der Zirkel wird auch auf Couleurgegenständen verwendet, wie Gläsern, Krügen, Fahnen, teilweise auch auf Mützen.
Zirkel haben eine lange Tradition bei Studentenverbindungen und lassen sich bis in das Jahr 1567 zurück verfolgen. Er entstand als geheimes Erkennungszeichen der Verbindungen in Zeiten des Verbots. Der Zirkel gelang über die studentischen Orden in die heutigen Verbindungen. Das Ausrufezeichen hinter dem Zirkel tauchte erst zwischen 1820 und 1830 auf und der Brauch, den Zirkel hinter die Unterschrift zu setzen, kam wohl zwischen 1830 und 1850 in Mode.
|
|
|
|
nach oben
|